Wenn Gesundheitsfragen vom Vertreter geschönt werden

Unser Mandant ist verheiratet mit einer Beamtin, die PKV versichert ist, und hat zwei Kinder! Der Versicherungsvertreter hat den Mann, der über JAEG und mehr als die Frau verdient, ebenfalls in die PKV geholt. Dabei hat er auch die beiden Kinder in 20% Beihilfetarifen versichert.

Es gab von Anfang an Schwierigkeiten, weil der Vater das Primär- und Hausarztmodell weder versteht, noch jemals so gelebt hat. Er hat nur Fachärzte. Bei den Kindern stehen Beschäftigungstherapie, Verordnungen, Logopädie und Kieferorthopädie im Raum.
Bei Antragsaufnahme wurde Gesundheitsfragen beschönigt und Vorerkrankungen beschwichtigt. Aussage steht gegen Aussage und wirklich beweisen lässt sich vieles nicht.

Die Prüfung der vorvertraglichen Anzeigepflicht läuft und die Aussichten sind schwierig. Die Frage „Auge und Ohr des Versicherers“ müsste über eine lange Zeit vor Gerichten geklärt werden.

Wir konnten dem Mandanten pragmatisch helfen, weil er jetzt wieder in die GKV zurückkehrt und die Kinder dort in der Familienversicherung aufgenommen werden.

Den Mehrwert einer PKV konnte der Kunde für sich nicht erleben. Der Aufwand, den er jetzt gehabt hat reichte ihm. Er will seine Lebenszeit lieber mit der Familie verbringen, als sein Recht durchzusetzen. Das ist mehr als nur verständlich.

Wir finden ja Lösungen für unsere Mandanten und führen keine Glaubenskriege gegen Versicherer!