Stationäre Wahlleistungen mit einem Selbstbehalt von 320 EUR pro Tag

Unser Mandant ist über 70 und seit über 40 Jahren bei einer großen namhaften PKV-Anbieter versichert.

Er hat einen stationären Tarif für Wahlleistungen mit einem Selbstbehalt von heute 320 Euro pro Tag. Ursprünglich waren das einmal ca. 100 DM, später (1988: 260 DM). Der Selbstbehalt wurde über ein Krankenhaustagegeld abgesichert, dass aber seit 1988 (200 DM) nicht mehr verändert wurde.

Heute wird auch nicht mehr pro Tag ein Pflegesatz abgerechnet, sondern eine Fallpauschale. Es steht eine umfangreiche und teure Operation an und der Versicherungsnehmer kann diese nicht alleine bezahlen.

Wir konnten in zähen, fast 8 Monate dauernden Verhandlungen und letztendlich über den Vorstand, einen Tarifwechsel mit moderatem Risikozuschlag erreichen, wobei auf die Wartezeiten und den Einwand des § 2 Abs. 1 (Ausschluss für laufende Versicherungsfälle) verzichtet wird. Der monatliche Beitrag erhöht sich um monatlich ca. 87 EUR im Vergleich zu heute. Die Kosten der allgemeinen Pflegeklasse sind nun zu 100% versichert und der Selbstbehalt in Höhe von 320 EUR pro Tag entfällt.

Die Kosten betragen für unseren Mandanten weniger als. 1.000 EUR. Einen Anspruch auf Schadenersatz konnte gegenüber den Versicherer nicht durchgesetzt werden, weil es um eine außergerichtliche Einigung gegangen ist.