Aus dem Basistarif erfolgreich zurück

Im ersten Halbjahr 2009 konnten Bestandskunden der PKV einmalig den Versicherer wechseln und dabei einen Teil ihrer Alterungsrückstellungen mitnehmen. Die einzige Bedingung war, beim neuen Anbieter für 18 Monate im Basistarif versichert zu sein. Vom Orts ansässigen Versicherungsbüro erhielt ein Kunde der Allianz Private Krankenversicherungs-AG den Hinweis, welche Vorteil der Basistarif ihm biete und riet ihm den Anbieter zu wechseln.

Überrascht von den Vorteilen aber geistesgegenwärtig genug um zu erkennen, dass sein Krankenversicherer ebenfalls den Basistarif bereithält bedankte er sich für den Rat und beantragte  die Umstellung, die sich bereits wenig später als Fehler herausstellte.

Im Jahr 2010 habe ich das Mandat mit der Aufgabe übernommen, den Kunden aus dem Basistarif in einen regulären Tarif der Allianz zurückzuführen, wobei ich zunächst den Status Quo wiederherstellen wollte, der vor der Umstellung herrschte, um dann durch einen profitablen Tarifwechsel das Preis-Leistungsverhältnis zu optimieren.

Bedauerlicherweise wollte die Allianz einen Risikozuschlag in beachtlicher Höhe, so dass dieser Lösungsansatz wirtschaftlich nicht sinnvoll war. Daher bat ich die Allianz ebenfalls bei der Gestaltung mitzuwirken. Der Versicherer schlug daraufhin den Tarif AktiMed Start 90 von und ich zeigte dem Mandanten die entsprechenden tariflichen Verbesserungen auf. Die Gesundheitsprüfung ergab einen Zuschlag in Höhe von 223 EUR, da der Mandant einige Zeit zuvor an Borreliose erkrankt war, wobei der Zuschlag u. a. aufgrund einer psychischen Erkrankung berechnet wurde.

Au Nachfrage stellte sich heraus, die Ärztin des Mandanten die Borreliose zunächst nicht erkannt hatte. Er litt unter Schmerzen und die Ursache dafür wurde nicht gefunden. Dadurch verschlechterte sich der Gemütszustand rapide. Die Ärztin „dichtete“ ihrem Patienten daraufhin eine psychische Störung an und überwies ihn an einen Psychologen.

Die Empfehlung ausschlagend, suchte sich der Mandant einen anderen Arzt, der die Borreliose erkannte und die Schmerzbehandlung unverzüglich einleitete. Der Gemütszustand des Patienten verbesserte sich rasch und innerhalb von wenigen Wochen war auch die Erkrankung überstanden.

Wir konnten anhand von medizinischen Bescheinigungen nachweisen, dass zu keinem Zeitpunkt eine psychische Störung vorlag und daher reduzierte die Allianz den Zuschlag für die Mehrleistungen um 198 EUR. Den verbliebenen Risikozuschlag bezahlte der Mandant gerne, war er doch jetzt in einem regulären PKV-Tarif zu einem angemessenen Beitrag versichert, der gegenüber dem Beitrag im Basistarif immer noch um 244 EUR monatlich preiswerter war.

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